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Kapitel 2 · Aythaes Stufe 49 Nachtelf Schurke
Auf leisen Sohlen, heißen Stein
Der Mann mit der Elle im Kopf, der jede Schlacht in Grade bog, rief nach dem Warten, als ob Zeit ein Seil wär, das man halten kann. Ich lehnte still am Pfahl, die Lippen noch vom Käferlied ganz warm – sie krabbelten im Takt davon, sechs Beine im Einklang, und ich dacht: Wie reich doch jene sind, die horchen, wenn die Welt sich leise dreht.
Dann folgten wir ihm, dem Anführer, der die Zügel straff hielt und doch so wenig sprach. Der Pfad ward schmal und heiß, das Sirren kam von unten her – die Spinnen weben Lava-Träume, und ihr Netz klang wie ein Lied, das ich noch nicht zu Ende weiß. Ich sah den Sonderbaren wieder, der mit dem Büchlein hantierte, und fragte mich: Trägt er auch ein Lied in sich, das unter all den Zahlen schläft? Und jener Junge, Thelumon, der nach dem Rhythmus zwischen Hieb und Hieb gefragt – er schritt so nah am Lavagestein, als suchten seine Füße selbst den Takt der Tiefe.
Mein Herz, es schlug im Einklang mit dem heißen Hauch der Erde, und ich vergaß beinah, dass wir hier standen, Dolche blank, bereit für Wesen, die nur ihren eignen Faden spinnen. Die Welt ist groß und voller Klang – und mancher singt ihn lauter, als es klug ist. Heut war es ich.
6. November 2026, 22:46