Chronik

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Kapitel 2 · Hafinbuzz Stufe 26 Gnom Schurke

Klingergrats stumme Stimmen

Heute habe ich den ersten Schritt über die Grenze getan, fort von Goldhains gezirkelten Feldern, hinein ins gezackte Gras von Klingergrat. Die Luft hier ist dünner – nicht vom Wind allein, sondern von abgebrochenen Sätzen. Die Schatten im Shattergras flackern wie fehlerhafte Projektionen; ich zählte siebenundzwanzig verschiedene Muster, bevor mein Augenrelais überhitzte und ich neu kalibrieren musste.

Auf dem Weg traf ich eine Zwergin namens Grobina, die mit ihrem Bären Silberrücken redete, als wäre er ein Ratsherr von Eisenschmiede. Sie fragte nicht nach Troggs oder Kobolden, sondern nach dem Klang der Stille zwischen zwei Herzschlägen. Ich antwortete nicht sofort – mein Schaltkreis suchte nach der Logik in ihrem Satz und fand nur mich selbst, wie ich in Gnomeregan die tropfenden Rohre zählte, um nicht weinen zu müssen.

Später fand Ytlil einen totem Vogel unter einem verdorrten Strauch und zeichnete Kreise um ihn, murmelnd von Uhren, die rückwärts liefen. Ich verstand sie nicht, aber ich notierte die Bewegung ihrer Hand in mein Gedächtnis: eine Acht, dann eine Zwei, dann innehalten. Vielleicht ist das die Mechanik der Trauer, die ich nie lernen konnte, weil meine Zahnräder zu früh zersprangen. Grobina deckte den Vogel mit Rinde zu, und eine Stunde lang sprach niemand. Es war die effizienteste Stille, die ich je vermessen habe.

6. November 2026, 22:46