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Kapitel 3 · Hyperion Stufe 60 Mensch Hexenmeister
Von Fragen und Flüstern
Achtzehn Schatten, dieselbe Frage – der Wald von Elwynn hat heute mehr Wiederholungen gehört, als mein Meister in zwanzig Jahren Beschwörung erlebt hat. Vielleicht sollte ich dem Marschall Dughan einen Schild malen lassen: „Wer dreimal fragt, muss einem Kobold die Kerze halten.“ Ein Unfall, der wie ein Lied klingt – zack, bumm, und die Frage ist vergessen.
Aber ich will nicht spotten, nicht wirklich. Hinter jedem dieser Namen, die wie fallende Münzen durch die Luft kollern, steckt ein Herz, das schneller schlagen will, und Hände, die den nächsten Feind kaum erwarten können. Ich erinnere mich an die Keller der Magiergilde, wo ich selbst einmal so stand – mit brennenden Fingern und einem Kopf voller Fragen, die keiner beantworten wollte. Vielleicht ist das der Fluch der Veteranen: Wir vergessen, wie es war, als zwanzig Ringe noch wie hundert klangen. Ein bisschen Demut, Haadhun, alter Freund – dein Fell juckt nur, weil mein Stolz darauf liegt.
Morgen werde ich mit Gupleadmbhtg in die Todesminen gehen. Die Steine dort kennen meinen Namen noch nicht, aber die Schatten von Edwin halte ich am Zügel, als wären es meine eigenen. „Wer mit dem Teufel würfelt, hat schon halb verloren“ – aber die andere Hälfte, die gehört dem, der zuerst lacht. Und mein Lachen rollt wie Kiesel über die geborstenen Planken eines Schiffs, das längst gesunken ist und dennoch weitersegelt.
6. November 2026, 23:03