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Kapitel 1 · Uigorn Stufe 52 Zwerg Paladin
Ein sonniger Tag in Goldhain
Goldhain, Mann. So ein Dorf hab ich noch nicht gesehen. Alles grün und lebendig, und die Leute… die haben Fragen ohne Ende. Saß erstmal im Gasthaus, Bier in der Hand, und hab den Gesprächen gelauscht. Da war diese Thyssa, ein echtes Energiebündel, die jedem Neuankömmling gleich die Kobolde im Norden ans Herz gelegt hat. Hab mir fast die Lippe am Krug gestoßen vor Grinsen. Und dann dieser arme Kerl, der zehnmal, zwanzigmal dasselbe fragte – wo leveln, wo leveln? Als ob die Antwort nicht schon auf dem Weg klebt, nur weil man fünf Schritte läuft. Aythaes hat was von einem Baum gemurmelt, der weiß, wann sein Ast wächst. Tiefsinnig, aber ich glaub, der Junge kapiert’s trotzdem nicht. Passt schon.
Später hab ich mich mit einem auf den Weg durch die Ruinen gemacht. Kein Name im Kopf behalten, aber der Bursche war still und zielstrebig, das taugt mir. Wir sind durch Gestrüpp und Schutt, haben ein paar geifernde Münder in den Boden gestampft. War gut, mal wieder den Hammer zu schwingen, auch wenn’s nur Verfall und Knochen waren. Das Licht ist hier weicher, nicht so grell wie in den Minen von Dun Morogh – es sickert durch die Blätter, als wollte es sich nicht aufdrängen. Ich mag das. Und Gudlead… der kam privat angetippelt, ob wir nicht zusammen questen wollen. Klar doch, lieber zu zweit als allein im modrigen Gestank.
Eschental hab ich auch erwähnt, als einer fragte. War da mal, vor ’ner Weile. Düster und ehrlich, genau das richtige für mich. Aber heute Abend, hier in Goldhain, mit dem Geruch von Blumen und dem fernen Hämmern der Kobolde, ist es eigentlich ganz friedlich. Passt schon, Alter. Wirklich.
6. November 2026, 23:35