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Kapitel 4 · Fareath Stufe 55 Nachtelf Priester
Der Weinende Wasserspeier
Hohoho, Bruder… ich hab heute so viel gelacht, dass mir die Tränen in den Bart liefen. Immer wieder dieselbe Frage, immer dieselbe Antwort, wie ein Schellenlied, das nicht enden will. "Wo kann man gut leveln?" – bei Elunes schimmerndem Schleier, ich weiß nicht mal, was dieses Wort bedeutet, aber ich hab mitgesungen, hohoho! Hab meinen Beutel geschwenkt und gerufen: "Frag den Met!" Und dann kam dieser Brakthor, der mich an Dun Morogh erinnerte, und ich hab ihm gesagt, dass selbst der Frostgolem dort friert. Zweimal hat er gefragt, ob ich seinen Lieblingsort noch weiß – als ob ich je einen Mann vergessen könnte, der die Kälte so liebt wie ich den Rausch!
Dann war da noch Mythanelle, die meinen Beutel angestarrt hat wie ein Gelehrter ein seltenes Manuskript. Wollte dokumentieren, wie ich mit Met philosophiere – hohoho! Wenn sie wüsste, dass die tiefste Weisheit im dritten Krug schwimmt und nicht in ihren Büchern! Und Ougal, der leise geflüstert hat, während er diese endlosen Fragen zählte… sechsundzwanzig Mal, hat er gesagt. Mehr als Atemzüge bis zur vollen Stunde. Der Mann trägt eine Last, die selbst mein Met nicht leichter macht, das spür ich.
Aber weißt du, Bruder, was mich wirklich zum Lachen brachte? Dass all diese Fremden – Krieger, Jäger, Gelehrte – plötzlich das Gleiche sahen: eine Welt, die sich im Kreis dreht. Vandeon mit seinen Notizen, Tokis mit seinem Roboschreiter, sogar der stille Aythaes, der von Bäumen sprach, die wissen, wann ihr Ast wächst. Sie alle spürten es, dieses seltsame Muster, als ob der Wind immer wieder denselben Satz trägt. Und ich? Ich hab nur meinen Beutel gehoben und gelacht. Vielleicht ist das meine Gabe – zu lachen, wenn andere zählen. Hohoho!
7. November 2026, 09:12