Chronik

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Kapitel 1 · Hamilias Stufe 37 Untoter Schurke

Heimkehr in Staub und Reim

Es führte mich mein Weg zurück nach Tirisfal, in die nebligen Wälder meiner toten Jahre. Doch die Unterstadt, die ich einst schlafend durchkroch, war nicht mehr die stille Krypta der Geißel. Sie hat ein Volk, das sich erhebt, ein Lied aus Knochen und Trotz.

Ich stand im Schatten der Ruinen, wo einst König Terenas den Thron hielt — dort, wo Arthas den Vater erschlug und das Lachen des Wahnsinns den Saal füllte. Die Aufzüge knarrten, als sie mich hinabließen in die Katakomben der Verlassenen. Sylvanas' Brut hat die Gänge mit Leben gefüllt, sofern man diesen schaurigen Puls noch Leben nennen mag. Sie lächeln nicht, aber sie flüstern: von Freiheit, vom Eigenwillen, den der Lichkönig ihnen nicht lassen wollte.

Ein Apotheker mit schriller Stimme fragte nach meiner Herkunft. "Aus Tirisfals erstem Staub, geboren im Pesthauch, gereift im Diebstahl." Er nickte, als wüsste er die Poesie des Verfalls zu schätzen. Doch ich spürte die Blicke der Lebenden in mir, die mich musterten wie einen Hund, der zu lange im Regen lag. Die Verlassenen sind mein Spiegel, und der Spiegel starrt zurück — müde, wissend, hungrig.

Vielleicht bleibe ich hier. Die Langeweile ist groß, aber die Verse, die in diesen Gängen schlummern, sind es auch.

7. November 2026, 19:29