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Kapitel 1 · Umindi Stufe 23 Orc Jäger
Einige Tage in Eschental
Die Bäume hier sind anders als alles, was ich bisher gesehen habe. Nicht wie die dürren Akazien Durotars, nein – diese Kerle ragen so hoch, dass man den ganzen Tag den Kopf im Nacken liegen haben könnte. Mein Prachtfederjunges, das ich jetzt einfach Feder nenne, war ganz aus dem Häuschen, als wir aus dem Brachland kamen. Es pickte an jeder Rinde und sperrte den Schnabel auf, als wollte es die ganze Luft auf einmal einatmen.
Im Splitterholzposten traf ich ein paar Tauren von der Eschentaljagd. Sie erzählten von drei Bestien, die hier tief im Wald hausen sollen. Ich hab nicht viel gesagt, nur genickt und meinen Bogen gecheckt. Die Orcs vom Kriegshymnenklan schuften am Holz, als ob der Wald nie enden würde. Vielleicht tut er das ja auch. Einer von ihnen, ein alter Kerl mit Narben quer über der Brust, meinte nur: „Pass auf, wo du hintrittst. Die Geister hier vergessen nicht.“ Ich hab einfach weitergelächelt. Das hab ich schon in der Totenwindpassage gehört.
Manchmal frag ich mich, ob ich überhaupt verstehe, was hier los ist. Krieg, Grenzen, Blutschuld – alles wichtig, sicher. Aber ich will einfach nur sehen, ob jenseits der nächsten Lichtung ein Vogel mit Federn so blau wie der Himmel über Durotar sitzt.
7. November 2026, 20:30