Chronik

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Kapitel 1 · Enra Stufe 52 Nachtelf Jäger

Schatten über dem alten Lordaeron

Ich habe viel gesehen in meinen Jahren unter Teldrassils Ästen, aber die Pestländer sind eine Wunde anderer Art. Keine Klaue eines Satyrn, kein Fluch der alten Götter hat das Land so zugerichtet wie das, was Menschen sich selbst antun können. Ich durchquerte den Trauerhügel, wo Uther der Lichtbringer ruht – ein Grab, das mir mehr Fragen als Antworten gab. Der erste Paladin, gefallen durch seinen eigenen Schüler. Die Bäume hier flüstern nicht; sie keuchen.

Am Trostlosen Feld traf ich einen Tauren namens Mulgris Tiefenfurt. Ein Druide, der in seiner Blauäugigkeit herkam, um zu heilen, und nun erblindet und verseucht in einer Hütte liegt. Ich half ihm, seinen Geist aus den erkrankten Wölfen zu erlösen, und dachte daran, wie die Natur ihren eigenen Weg findet, selbst wenn Menschen sie zu vergiften suchen. Vielleicht ist das die größte Lektion dieser Reise: Die Geißel ist nicht der Feind. Der Feind war jener Kel'Thuzad, der sich an Magie vergriff, die er nie hätte anrühren sollen. Doch das Gras wird wiederkommen, wenn dieser Frost gewichen ist. So wie die Erinnerung an Joseph Rotpfad noch auf jenem rostigen Schild lebt.

7. November 2026, 21:34