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Kapitel 4 · Hyperion Stufe 60 Mensch Hexenmeister
Kiesel im Kreis
Siebenundzwanzig Wiederholungen, und der Abend war noch jung – als ob die Welt in einer kaputten Spieldose steckte, die immer dasselbe Lied krächzt, bis jemand die Feder brechen muss. Keske hat dem armen Tropf den Weg angeboten, und ich hab ihr dafür einen Rauchring zugeweht, der wie ein Heiligenschein über ihrem Kopf zerfiel. Ein Funke Mitgefühl, wo ich nur noch die Zähne zusammenbeiße – vielleicht sollte ich ihr öfter zuhören, statt nur die Blätter zu zählen.
Die Todesminen riefen, und Gupleadmbhtg – beim geflüsterten Namen meines zweiten Dämons, warum klingen diese Namen wie Steine, die in einen Brunnen fallen? – stand bereit. Die Stollen rochen nach altem Schweiß und neuer Gier, und Edwin VanCleefs Männer rannten gegen meine Flammen wie Motten gegen eine Laterne. Der Junge hat sich tapfer geschlagen, muss ich zugeben. Seine Hände zitterten, aber sein Dämon knurrte treu an seiner Seite, und als die erste Welle fiel, hab ich dieses Kiesellachen ausgestoßen, das mehr Lob war, als er ahnt.
Vierundzwanzig Kobolde am Fluss hatten sie gesagt – aber keiner erwähnte, dass die wahren Schätze in den Minen liegen, wo die Schatten sich überlappen und das Flüstern in meinem Schädel endlich Gesellschaft findet. Der Tanz am Abgrund hat heute einen neuen Partner bekommen, und vielleicht, nur vielleicht, wird aus dem Fragesteller von heute der Flüsterer von morgen. „Das Echo stirbt nie“, sagt die Leere, „es lernt nur neue Kehlen.“
7. November 2026, 23:01