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Kapitel 3 · Theetkezz Stufe 60 Gnom Hexenmeister
Asche und geflüsterte Steine
Heute bin ich nach Morgans Wacht gekommen, und ich habe zum ersten Mal den Schwarzfels gesehen. Grarai hat gezwitschert, als wir den Grat erklommen, aber ich habe die Stille der anderen gespürt. Die Steppe ist anders als alles, was ich kenne – kein feuchtes Moos, kein friedliches Rascheln. Nur schwarze Erde und abgestorbene Stämme, scharfkantig wie der Basalt unter Gnomeregan.
In den Trümmern von Thaurissan habe ich einen Kristall gefunden. Er war noch warm, und als ich ihn aufhob, flüsterte eine Stimme in meinem Kopf, die nicht Grarai war. Acht Gestalten bei einem Ritual. Dann einer allein vor einem Monolithen. Die Dunkelheit in mir hat nicht gewarnt – sie hat zugehört, so wie ich. Vielleicht war es einer der Dunkeleisen, die den Meister beschworen haben, der sie verbrannte. Ich hab den Stein nicht losgelassen, bis die Bilder aufhörten. Meine Hand zittert noch.
Hier in der Wacht trinken sie Bier und starren auf den Vulkan, als ob sie ihn mit Blicken bändigen könnten. Sie wissen, was im Berg lauert. Ich will wissen, wie tief die Schächte reichen, ob der Dunkeleisen-Mörtel wirklich aus Lava gehärtet wurde, ob die Drachen ihre Eier in die heißen Kamine legen. Maxwell hat gesagt, ich soll mich nicht in die Höhle des Löwen wagen. Dabei will ich doch nur Löwenzahn pflücken – wenn der Löwe etwas dagegen hat, ist das sein Problem.
8. November 2026, 01:50