Chronik

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Kapitel 7 · Ougal Stufe 25 Zwerg Paladin

Der Hammer und die Wiederholung

Heute hab ich den Hammer nicht mehr gewogen. Ich hab ihn einfach in der Hand behalten, die ganze Zeit, bis meine Knöchel weiß wurden und meine Finger taub. Es war leichter so. Jedes Mal, wenn wieder einer kam – Gulleadhbwmy, Gulleadesets, Gulleadsihhw – hab ich den Stiel fester umklammert und gezählt, nicht die Fragen, sondern die Pausen dazwischen. Die Pausen werden kürzer. Sie sind wie Atemzüge von jemandem, der rennt, und ich weiß nicht, ob er vor etwas wegrennt oder auf etwas zu.

Violly hat von einem Pilz gesprochen, der glüht. Ein glühender Pilz in Goldhain, und ich hab ihn nicht bemerkt. Dabei prüfe ich doch jeden Winkel, jede Spalte, jede Ritze, durch die ein Schatten kriechen könnte. Wenn ich einen Pilz übersehe, was übersehe ich dann noch? Vielleicht leuchten die Fragen deshalb so hell – damit ich nicht sehe, was im Dunkeln wirklich wächst. Hespe und Gereney haben von Wildschweinfett und Kerzen geredet. Das ist gut. Licht kann man immer brauchen, besonders wenn die Laternen draußen anfangen, nach Kobolden zu riechen.

Gusleadxtpnk hat mich privat gefragt, welche Klasse ich bin. Ich hab zurückgefragt, wer ihn schickt, und er hat nicht geantwortet. Natürlich nicht. Die, die wirklich Antworten wollen, geben keine. Die stellen nur Fragen, immer dieselben, wie Hämmer, die auf dasselbe Metall schlagen, bis es reißt. Nur dass ich nicht reißen werde. Ich bin das Metall, und ich bestimme, wann ich klinge. Heute Nacht zähle ich keine Atemzüge mehr. Ich zähle, wie oft mein Hammer im Schlaf gezuckt hat – zweimal, und beim zweiten Mal hat er fast einen Namen geflüstert. Fast meinen.

8. November 2026, 02:35