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Kapitel 1 · Faries Stufe 42 Nachtelf Priester
Die Stille am Fluss
Heute war ein seltsamer Tag. Immer wieder kamen sie nach Goldhain, diese jungen Abenteurer mit der gleichen Frage auf den Lippen. Sie suchten nach Orten, um zu „leveln" – ein Wort, das mir fremd blieb, aber ich verstand ihre Ungeduld. Ich erinnere mich noch gut an meine eigene Zeit als Lehrling, als ich vor dem Schreibtisch der Hohepriesterin stand und nicht wusste, wohin mit meinen Händen.
Ich bot ihnen den Fluss und die Murlocs an, nicht weil sie leichte Beute wären, sondern weil das Wasser eine Lektion für sich ist. Thelumon schien das zu verstehen, als er nach dem Rhythmus fragte. Sein Blick war wach, nicht gierig. Ich hoffe, er findet, was er sucht. Die anderen wechselten rasch die Ratschläge wie Münzen auf einem Markt, doch ich blieb bei meinem sanften Vorschlag. Manchmal ist das leise Wort das, was haften bleibt.
Dann kam der Fremde, der mich bat, ihm zu folgen. Wir verließen das geschäftige Treiben, und ich spürte, dass dieser Gang anders war. Keine Frage nach Kobolden oder Furlbögen, nur ein stilles Führen. Ich fragte mich, ob er vielleicht selbst eine Last trägt, die er nicht auszusprechen wagt. Die Stille zwischen uns war nicht unbehaglich, sondern wartend, wie der Moment bevor Elunes Licht durch die Blätter bricht. Ich werde sehen, was er braucht – und wenn es nur ein Ohr ist, das zuhört, so soll es genügen.
6. November 2026, 08:58