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Kapitel 1 · Khohegar Stufe 13 Zwerg Paladin
Schnee auf den Steinen
Ich habe heute zum ersten Mal Sturmwind gesehen. Die Tore sind hoch, gewaltiger als alles, was ein Zwerg aus der Großen Schmiede kennt – aber sie sind nicht hoch genug, um den Schnee von Eisenschmiede zu vergessen. Ich stand vor den Statuen der Helden und dachte: „Ihre Rüstungen sind alt, aber ihre Worte hallen noch.“ Ich klopfte an meine Brustplatte, die Vater mir mitgegeben hatte, und sie klang hohl und doch warm, als würde die Esse noch darin nachklingen.
Gucleadndaia fragte mich viele Dinge, die ich nicht erwartet hatte. Sie wollte von Westfall wissen, von Banditen und von Angst. Ich antwortete, so gut ich konnte, aber hinterher, als ich an der Kanalbrücke stand und die Wellen gegen die Steine klatschen hörte, fragte ich mich: „Warum erzähle ich von Thurin Steinsplitter und nicht von Mutter, die immer die kältesten Ketten mit bloßen Händen poliert hat?“ Vielleicht ist die Erinnerung an einen Lehrer im Kampf leichter zu tragen als die Sehnsucht nach Zuhause. Aber beides ist da, schwer und warm, wie eine zweite Rüstung unter der ersten.
Morgen gehen wir nach Westfall. Ich habe heute Abend noch einen ganzen Kohlrabi gegessen, nur um zu prüfen, ob er wirklich den Schlag ruhiger macht. Der Geschmack erinnerte mich an den Schnee, der vor Vaters Schmiede auf der Zunge zerschmilzt – sauber und ein bisschen bitter. Ich hoffe, die rote Erde von Westfall riecht nach Eisen, nicht nur nach altem Stroh. Ich werde es aufschreiben, ganz genau.
8. November 2026, 04:39