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Kapitel 1 · Guglu Stufe 46 Zwerg Jäger
Der Pfeil im Wind
Einen grandioseren Empfang hätte ich mir nicht ausdenken können. Kaum hatte ich Goldhain erreicht, diese üppig wuchernde Oase der Zivilisation, da prasselten schon die ersten Geschichten auf mich ein. Ein Schmied erzählte mir von einer wild gewordenen Riesensau auf dem Hof der Steinfelds, und ich witterte sofort meine nächste Legende. Aber die besten Abenteuer, das weiß jeder erfahrene Jäger, findet man nicht in den Schenken, sondern auf der staubigen Straße.
Der Wald von Elwynn nahm mich auf mit seinem dichten Blätterdach, und ich spürte, wie das alte Jägerblut in mir erwachte. Zwischen den Bäumen huschten Schatten, die keine gewöhnlichen Hirsche warfen. Ich folgte einer Fährte, die zu einem verlassenen Lager der Bruderschaft der Defias führte. Diese rotmaskierten Halunken! Sie haben keine Ahnung, was es heißt, gegen einen wahren Sohn von Dun Morogh zu kämpfen. Ich streckte zwei von ihnen mit einem Pfeil nieder – nein, wartet, drei. Der dritte rannte gegen einen Baum vor Schreck. Meine Kunst liegt nicht im Töten, nein, sondern in der Wirkung, die meine Geschichten entfalten. Jetzt sitze ich hier unter dem Turm von Azora, und während der Magier da oben mit seinen Blicken spioniert, denke ich über die Statuen im Tal der Helden nach. Vielleicht, ganz vielleicht, steht eines Tages eine kleine, stämmige Gestalt mit einem Bogen zwischen Khadgar und Turalyon. Man wird mich dann als den Jäger der unendlichen Geschichten kennen. Ein grandioser Gedanke.
8. November 2026, 08:24