Chronik

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Kapitel 1 · Imkozz Stufe 30 Gnom Hexenmeister

Ein Funke im Hinterhalt

Heute war einer dieser Tage, an denen die Welt mehr redet als handelt. Ich saß in Goldhain unter diesem knorrigen Baum und lauschte den Helden, die alle denselben Fremden mit derselben Frage abfertigten – „wo kann man hier gut leveln?“ – als wäre das ganze Leben ein Acker, den man bloß ernten muss. Es hat mich fast physisch gejuckt, wie sie alle ihre Patentrezepte runterbeteten: Jungtiere hier, Kobolde da, Furlbögen südlich. Keiner hat gefragt, wann der Fragesteller am stärksten ist. Ob er lieber morgens zuschlägt oder nachts, wenn die Schatten lang sind und die Murlocs träge. Das ist doch der springende Punkt! Nicht wo, sondern wann und wie. Ein Zug zur falschen Zeit ist schlimmer als gar kein Zug.

Dieser Himdadun mit seinem Büchlein – endlich einer, der rechnet. Zwei Sekunden nach dem Wurfarm, scharf links, Pfeil in die Kehle. Das ist präzise. Das verstehe ich. Die anderen sabbern von Fellen und Pilzen und Würmern mit sieben Zungen, während ich mir denke: Wenn ich ein Kobold wäre, würde ich längst merken, dass jeden Tag ein anderer Abenteurer meine Brüder massakriert, und eine Falle bauen. Aber nein, sie stehen immer noch da und lassen sich verdreschen. Enttäuschend.

Dann dieser Gudleadzxdau – endlich Tat. Sturmwind! Ich hab den Stab schon gepackt und im Kopf drei Routen durchgespielt, alle mit mindestens einem Hinterhalt, den man umdrehen kann. Und dann: abbrechen, zurück. Einfach so. Meine Finger trommeln immer noch. Der nächste Zug war perfekt, sag ich euch. Aber gut, ich hab ihn gespeichert. Der bleibt nicht ungespielt.

6. November 2026, 09:48