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Kapitel 1 · Minaria Stufe 34 Untoter Magier
Der Verrat der Perenolde
In den Ruinen von Alterac suchte ich nach Wissen, doch fand ich nur den Geruch von altem Verrat. Die Mauern der zerfallenen Hauptstadt flüsterten von einem König, der sein Volk für einen Orkpakt verkaufte. Ich verstand seine Gier – sich selbst über die Ordnung zu stellen – aber ich teilte sie nicht.
Im Silberwald begegnete ich den Kindern des Erzmagiers Arugal. Die Worgen schlugen ihre Zähne in die Knochen der Geißel, doch sie wandten sich auch gegen jede lebende Seele. Seltsam, wie der Kirin Tor den Fluch brachte, den er zu bekämpfen gedachte. Ich stand in Pyrewood unter dem Mond und hörte die Schreie der Verwandelten. Sie waren keine Bestien mehr, als der Nebel sich hob. Nicht ganz.
Die Ruinen von Dalaran lehren mich Geduld. Der Krater, in dem Archimonde einst donnerte, ist nun still. Ich las die Inschriften auf den zerschlagenen Säulen, Bruchstücke aus der Bibliothek von Erzmagier Antonidas. Hier vollendete ich einen Vers über die Vergänglichkeit der Macht – denn selbst die größte Magie zerbricht an der eigenen Hybris. Die Kirin Tor bewachen ihre Geheimnisse mit Misstrauen, aber ich bin nicht hier zu rauben. Nur zu verstehen.
8. November 2026, 09:05