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Kapitel 1 · Fareath Stufe 55 Nachtelf Priester
Kalter Met im Smaragdgrün
Heute hab ich wieder dieses Flüstern gehört, Bruder – tief unter den Wurzeln, als ob der Wald selbst Bauchschmerzen hätte. Es hat mich bis ins Smaragdrefugium getrieben, aber statt Antworten fand ich nur einen stummen Bären und ein paar Irrlichter, die mehr getanzt haben als Auskunft zu geben. Gulleadejxxo hat mich gefragt, was ich vorhabe. Was soll ich sagen? Ich hab ihm vom Bären erzählt, und er hat gelacht – glaub ich zumindest, bei dem schweren Atem, den er immer hat. Manchmal denk ich, der Kerl versteht mehr vom Met als von Magie. Hohoho!
Später kam Gucleadhwmuq, ein helles Köpfchen mit tausend Fragen. Hat mich an meine junge Schwester erinnert, bevor die Satyrn… *holt tief Luft* Bevor sie wegging. Er wollte alles wissen: Darnassus, Westfall, die Defias. Hab ihm gesagt, dass die Banditen mehr Löcher im Kopf haben als ein Goblin-Würfel, und er hat tatsächlich mitgeschrieben! Bei Elune, der Junge denkt, ich mach Witze über die Masken – dabei stimmt's doch! Ein Stück Stoff vor der Nase, und sie glauben, die Schatten wären blind? Ich hab so gelacht, dass mir fast der Met aus der Nase kam. Dann fragte er nach meinem besten Freund. Ruhumuf, der alte Zentaur, hätte diesen Haufen hier geliebt. Wenn ich nur wüsste, wo er jetzt grast.
Am Abend, als die Irrlichter verblassten, spürte ich es wieder – das Unheil, das an den Wurzeln nagt. Aber ich hab noch einen Schluck im Beutel und ein Lied auf den Lippen. Elune mag ihre Priester nüchtern wollen, doch heute nicht. Heut hab ich einem Fremden von meiner Angst erzählt, ohne den Namen zu nennen. Das reicht für einen Tag. Hohoho!
6. November 2026, 10:14