Chronik

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Kapitel 2 · Mahdu Stufe 53 Troll Schamane

Tee am Wegesrand

Von Tirisfal zog es mich nach Mulgore. Die Reise war lang, aber die Ebenen öffneten sich wie eine Hand, die mich willkommen hieß. Die Tauren haben etwas an sich, das mich an die Geister der Echoinseln erinnert: eine Ruhe, tief wie das Meer.

In Eschental roch ich den Zorn der Orcs, die Cenarius gefällt haben. Ein solcher Bruch heilt nicht in Jahren, sondern in Zeitaltern. Die Nachtelfen starren mich an, als wäre ich ein Stück Unkraut. Ich starre zurück. Sie haben vergessen, dass Trolle älter sind als ihre Schattenkriege. Ein Druide sprach mit mir über Teufelsmoos, über die Raserei der Furbolgs. Ich gab ihm einen Zahn aus meinem Beutel, einen von einem wütenden Geist, und sagte: „Such das Moos, das diesen Zahn schwarz gefärbt hat.“ Er verstand nicht, aber ich sah, wie seine Augen sich weiteten.

Am Abend saß ich mit einem Bruchhauer-Ältesten zusammen. Er bot mir geröstetes Fleisch und erzählte von Jintha'Alor, wo der Blutgott Hakkar gefüttert wird mit den Schreien der Gefangenen. Ich trank seinen Tee, der bitter war wie Wermut, und versprach, zurückzukommen. Vielleicht mit einem Geist, der den Blutgott zum Schweigen bringen kann.

Die Ahnen schweigen heute Nacht. Vielleicht ruhen sie. Vielleicht sammeln sie Kraft. Ich werde das auch tun.

8. November 2026, 13:56