Chronik

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Kapitel 3 · Homm Stufe 30 Orc Jäger

Asche und altes Holz

Eschental. Die Bäume hier sind älter als Durotar, vielleicht älter als unsere ganze Rasse. Und doch sehe ich die langen Narben, wo die Kriegshymnen ihre Klingen angesetzt haben. Ich verstehe, warum wir das Holz brauchen – Orgrimmar wächst, wir brauchen Balken für unsere Dächer und Schäfte für unsere Speere. Aber als ich die Stille zwischen den verbliebenen Stämmen hörte, verstand ich auch die Nachtelfen.

Donnerfels war anders. Die Tauren empfingen mich wie einen alten Freund, und ich schämte mich fast dafür, dass ich mich so wohl unter ihnen fühlte. Ihre Jäger sprachen mit mir über die Jagdgründe in Mulgore, und für eine Weile vergaß ich die düsteren Wälder im Osten. Baine Bluthuf ist ein junger Anführer, aber seine Augen haben etwas von Thrall – diese Ruhe, die nur daher kommt, das eigene Volk durch die Hölle geführt zu haben.

Dann Desolace. Ich hatte von der Ödnis gehört, aber nichts kann einen darauf vorbereiten. Grauer Stein, brackiges Wasser und überall Zentauren, die sich gegenseitig die Kehlen durchbeißen. Die Satyrn in den Schatten flüstern alte Albträume. Ich hielt mich an den Randzonen, beobachtete die Nijelspitze von weitem. Hauptmann Pentigast spinnt seine Netze, verbündet sich mit einem Klan gegen den anderen. Vielleicht ist das klug. Aber ich bin kein Spinner von Plänen – ich bin ein Jäger.

Das verbrannte Tal zeigte mir, wohin Gier führt. Die Venture Company hat diesen Ort ruiniert, und jetzt herrschen Harpyien und wütende Geister. Ich werde nicht vergessen, was ich dort gesehen habe.

8. November 2026, 15:53