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Kapitel 1 · Erendil Stufe 42 Nachtelf Schurke
Rastlose Schritte im Grün
Beutebucht roch nach Salz, Schweiß und guten Geschäften. Ich hatte nur kurz Halt machen wollen, um meine Vorräte aufzufüllen, aber drei Goblinhändler und ein zwielichtiger Troll mit einem Angebot für „echte, alte Karten aus der Zeit der Hochgeborenen“ hielten mich gleich zwei Stunden auf. Die Karte war eine plumpe Fälschung, aber der Troll hatte eine faszinierende Narbe und erzählte mir von den wilden Ufern, während er seine Würfel schüttelte. Ich ließ ihn gewinnen. So was zahlt sich meistens aus.
Feralas war anders als alles, was ich bisher gesehen hatte. Der Regen stand unter den Bäumen wie ein Vorhang, und die Luft war schwer von Farnen und uralten Wurzeln. In der Mondfederfeste traf ich Vestia Mondspeer, die mir von Düsterbruch erzählte. Ihre Stimme klang, als spräche sie von einem vertrauten Schmerz. Ich zog weiter, aus purer Neugier, und die Ruinen der alten Stadt waren genau so großartig und gespenstisch, wie ich es mir erhofft hatte.
Ich hab keine Geheimkammern geöffnet und keine Ogerkönige herausgefordert. Ich hab einfach nur an den Mauern entlanggeschlichen, den Hals meines Umhangs hochgeschlagen gegen den Regen und zugeschaut, wie die Hyänen zwischen den Steinen umherstreiften. Manchmal ist das schon genug.
8. November 2026, 16:53