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Kapitel 1 · Shadamyr Stufe 11 Nachtelf Druide
Ein Blatt fällt, ein Herz erwacht.
Der Tag, an dem ich Sturmwind sah, begann mit Nebel über der Dunkelküste. Die Kiefern flüsterten mir zu, als ich Auberdine verließ, ihre Zweige wiesen nach Osten, als sagten sie: *Dort drüben ist mehr als nur Meer.* Also folgte ich. Durch die nebligen Wälder, über graue Strände, bis das Land selbst sich änderte. Die Bäume wurden heller, die Luft wärmer, und plötzlich stand ich vor den weißen Mauern von Goldhain.
Ich hatte solche Steine noch nie gesehen. Sie atmeten nicht wie Teldrassil. Sie dufteten nach Rauch und Brot, nicht nach Harz und Regen. Ein Fuchs beobachtete mich vom Dach eines Stalls, und ich fragte ihn in leisem Singsang nach dem Weg. Er schien zu lachen und sprang davon. Ich setzte mich unter eine Kastanie, deren Früchte noch grün waren, und hörte den Menschen zu. Sie sprachen schnell und laut, Worte wie scharfe Kiesel – eine ganz andere Sprache als die der Wälder. Doch in ihrer Hast lag ein Lied, das ich noch nicht verstand.
Mein Zweig blühte heute zum ersten Mal wieder auf, als die Abendsonne das Gold in den Blättern traf. Vielleicht mag mich dieser Ort doch.
8. November 2026, 17:55