Chronik

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Kapitel 2 · Faries Stufe 42 Nachtelf Priester

Kurz vor Sturmwind

Ich bin dann doch nicht nach Sturmwind gegangen. Nicht an diesem Tag. Gudleadxkguy rief mich zurück, kaum dass ich den ersten Hügel hinter Goldhain erklommen hatte, und ich drehte um, ohne zu zögern. Es war, als hätte der Wind selbst seine Meinung geändert – und wer bin ich, dass ich dem Wind widerspreche?

Zurück am Brunnen sah ich sie wieder, die immer gleichen Gesichter und die immer gleiche Frage, die durch das Dorf hallte wie ein Echo, das nie verhallt. Sie nennen es "leveln", und ich verstehe noch immer nicht ganz, was sie damit meinen. Aber ich verstehe die Falten auf ihren Stirnen, das leise Zittern in ihren Händen, wenn sie zum ersten Mal ein Schwert halten. Es ist dieselbe Angst, die ich einst spürte, als die Satyrn den Außenposten stürmten und ich dachte, mein Licht würde nicht ausreichen.

Omdahr zählte sie heute, die Fragenden – zehn waren es, bis die Sonne den höchsten Stand erreichte. Zehn junge Seelen, jede auf der Suche nach einem Hügel, den sie erklimmen können. Ich fragte mich, ob sie ahnen, dass die steilsten Pfade nicht im Wald liegen, sondern in einem selbst. Thelumon scheint es zu begreifen, er spricht von Rhythmen und vom Wind. Vielleicht werde ich ihm morgen von den Furbolgen erzählen, nicht als Gegner, sondern als Lehrer.

6. November 2026, 10:24