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Kapitel 2 · Izho Stufe 38 Tauren Druide
Der Kreislauf des Blutes
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Ich bin durch das Arathihochland gewandert, und mein Fell hat die Feuchtigkeit der Morgentau aufgesogen, während meine Hufe den Boden nach alten Narben abtasteten. Hammerfall steht auf einem Ort, der mir beim Näherkommen einen bitteren Geschmack auf die Zunge legte – wie Eisen und Trauer. Die Orcs hier tragen Schicksalshammers Tod noch immer in ihren Knochen, als wäre es gestern gewesen, dass ein Stahl einen Helden von hinten durchbohrte.
Hier ist kein Gleichgewicht möglich.
Nach all den Nächten unter den Sternen dieses Landes verstehe ich jetzt die Erschütterung unter der Erde, die selbst die Wächtersteine nicht gänzlich bändigen können. In den runden Steinkreisen spürte ich die elementaren Wächter wachsam kreisen – Flamme, Wasser, Donner, Stein – ein uraltes Band, das etwas Tiefes gefesselt hält. Die Bäume hier flüstern anders als in den Hainen meiner Heimat. Sie erinnern sich an Thoradins Reich, an die ersten Menschen und die Trollkriege.
Ich traf an der Zuflucht auf Hauptmann Nials. Ein Mensch von knorriger Entschlossenheit, dem die Erschöpfung in den Schultern sitzt. Er sprach vom Tode seines Königs, von zerbrochenen Schwüren. Ich konnte ihm nichts geben außer Stille und einer Blüte aus meinem Horn, die ich ihm in die rauen Hände legte. Er verstand nicht, hielt sie nur stumm. Vielleicht reicht das. Vielleicht erinnert ihn das welke Blatt daran, dass selbst in Festungen, die bluten, neues Leben wachsen kann.
8. November 2026, 20:39