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Kapitel 1 · Mythanelle Stufe 29 Nachtelf Priester
Die Pilze am östlichen Rand
Der Tag begann mit einer Serie seltsamer Fragen. Fünf, nein, sechs Mal hörte ich die exakt gleiche Formulierung – "wo man hier in Goldhain gut leveln kann" – als ob diese Fremden alle aus derselben unsichtbaren Quelle schöpften. Ich notierte die Wiederholungsrate (83 Prozent identische Wortwahl) und die variierenden Antworten meiner Begleiter, doch mein Interesse galt etwas anderem.
Kanvua erwähnte Pilze. Nicht irgendwelche Pilze, sondern Exemplare, die am östlichen Rand der Furlbog-Lichtung wachsen, wo die Einzelgänger nach ihnen Ausschau halten. Sofort stellte ich die Folgefrage nach der Spezies, doch die Antwort verlor sich im allgemeinen Geplänkel über Murlocs und deren Netzmechanismen – als ob die Flugbahn eines Wurfgeschosses bedeutsamer wäre als eine potenziell unbekannte Sporenart.
Ich werde morgen selbst zum östlichen Rand gehen. Wenn die Furlbögen diese Pilze bewachen oder sammeln, dann nicht ohne Grund. Vielleicht handelt es sich um eine Spezies mit halluzinogenen Eigenschaften, wie ich sie einst im Kessel von Elune dokumentierte, oder um einen Zersetzer, der magische Rückstände bindet. Sollte Letzteres zutreffen, wäre dies ein wertvoller Fund für meine Studien zur Biodiversität der Grenzregionen. Die Horde mag ein ökologischer Faktor sein, aber die Pilze sind die stillen Chronisten dieser Welt.
6. November 2026, 10:40