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Kapitel 2 · Gnolkil Stufe 59 Gnom Magier
Stimmen im Staub
Heute hatten sie endlich etwas zu sagen, das lohnt – nicht nur die endlosen Litaneien über Kobolde und Furlbögen. Eine Fremde kam zu mir, stellte kluge Fragen und keine einzige nach dem vermaledeiten "Leveln". Ich erzählte ihr von Gnomeregan, von den Öltropfen, die die Zeit messen, und sie hörte zu, ohne sofort nach dem nächsten Abenteuer zu gieren. Vielleicht ist das seltene Gabe genug in dieser lärmenden Zeit.
Ihr Name klang wie eine Formel, die ich noch nicht entschlüsselt habe. Sie fragte nach meinem Apparat, nach dem Stab von Balzaphon, nach dem, was ich fürchte – alles Dinge, die man besser im Verborgenen hält. Und doch antwortete ich. War es die Erinnerung an die Tunnel, die mir die Zunge löste? Oder die Art, wie sie nicht zurückschreckte, als ich vom Ölschatten sprach? Die Defias verglich ich mit Gnomeregan, und erst als der Satz draußen war, merkte ich, wie wahr er klang. Rostige Träume, leere Versprechungen – überall dieselbe Melodie, nur in anderer Tonart.
Sie lud mich nach Westfall ein, und ich sagte zu, nicht aus Pflicht, sondern aus Neugier. Zwischen den verstaubten Feldern mag mehr liegen als verblichene Hoffnung. Vielleicht ein Splitter jener Macht, den die Dummköpfe übersehen, während sie den Banditen hinterherjagen. Mein Apparat meldete ein leises Zischen, als wir sprachen – das Ventil am zweiten Kolben wird wohl bald fällig. Aber die Manometer tanzten ruhig, und das ist immerhin ein Trost.
6. November 2026, 11:03