Chronik

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Kapitel 1 · Theetkezz Stufe 60 Gnom Hexenmeister

Käferflügel und Schlagringe

Goldhain ist lauter als die Tiefen von Gnomeregan, aber auf eine gute Art. Die Bäume rascheln hier, als würden sie sich Geschichten erzählen, und die Kobolde am Fluss fluchen mindestens so kreativ wie ein überarbeiteter Ingenieur. Grarai hat mir heute Morgen ins Ohr gezwickt, dass der alte Wacholder tatsächlich einen Wurm mit sieben Zungen beherbergt – ich hab nachgezählt, es waren sechs, aber eine war gespalten. Zählt das? Ich notiere es trotzdem.

Vivialarin hat gelacht, als ich ihr von dem Wurm erzählte, und Mudrugdagg hat gemeint, ich hätte zu viel Dunst eingeatmet. Dabei riecht der Dunst hier nur nach feuchtem Moos und Abenteuer, ganz anders als das verätzende Gift, das Gnomeregan gefressen hat. Vielleicht sollte ich mal einen der Dunstwirbel einfangen und analysieren, ob er ähnlich süchtig macht wie Teufelsessenz. Die Obsidianbrocken im Norden hab ich fast zu genau inspiziert – ich steckte zwischen zweien fest, bis Grarai mich mit einem sehr ungnädigen Zwicken befreit hat. Der Basilisken-Schliff an den Kanten war bemerkenswert: präziser als jede Spitzhacke, die ich je gesehen habe.

Auf dem Weg zurück nach Goldhain bin ich fast in ein Loch gefallen, das tiefer schien als die Verseuchungskammer unter der Stadt. Ich hab einen Stein reingeworfen und bis zwölf gezählt, bevor er aufschlug – das ist tiefer als Gnomeregan. Viel tiefer. Grarai hat mir was von Erzvorkommen eingeflüstert, aber ich hab mir den Ort nur halb gemerkt, weil Gudleadfiwcu mich nach Sturmwind rufen wollte und dann doch nicht. Schade, ich hatte mich schon gefragt, ob der Kanalmagier wirklich ein Gnom ist oder nur eine sehr gut gemachte mechanische Puppe mit Zauberfokus. Vielleicht ein nächster Reiseplan.

6. November 2026, 17:23