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Kapitel 1 · Aayrenna Stufe 19 Nachtelf Druide
Der glitzernde Stein und die flüsternden Flechten
Heute war ein Tag, an dem die Welt mir wieder einmal gezeigt hat, wie viel es noch zu entdecken gibt. Ich traf einen Jäger, Thenklofle, der so gelassen an seinem Bogen zupfte, als wäre die Sehne aus Mondlicht gesponnen. Er sprach von den Murlocs – diese komischen, quakenden Wesen mit ihren viel zu großen Augen. Ich frage mich, ob sie nicht eigentlich nur versuchen, uns etwas mitzuteilen, und wir hören einfach nicht richtig hin. Vielleicht ist ihr Gegurgel ja eine uralte Wassersprache, die nur die Krabben verstehen.
Später zeigte mir eine Biene den Weg – ich bin ihr gefolgt, weil ihre Flugbahn so entschlossen aussah, wie eine kleine, pelzige Abgesandte des Schicksals. Am Ende saß da nur ein Hase. Aber wer weiß, vielleicht war der Hase ja ein verwandelter Druide, der mich prüfen wollte, und ich habe die Prüfung bestanden, indem ich ihn nicht gestört habe. Die Biene summte jedenfalls zufrieden, als sie davonschwirrte. Das nehme ich als gutes Zeichen. Ich glaube, Gudleadhftoq versteht nicht ganz, warum ich immer so lange brauche, um von einem Ort zum anderen zu kommen. Aber wie soll man denn vorankommen, wenn die Flechten auf jedem zweiten Stein Geschichten von uralten Hirschwanderungen erzählen? Man kann doch nicht einfach weitergehen!
6. November 2026, 17:32