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Kapitel 2 · Gliklac Stufe 52 Gnom Magier
Scharfe Zungen und Sonnenbrand
Heute bin ich mit diesem Gufleadqmdgq ein Stück mitgegangen. Ich dachte, es ginge vielleicht Richtung Westfall, aber nein – der Kerl wollte nur wissen, was ich von der Horde halte. Stehen wir am Wegesrand, die Sonne brennt mir auf die Glatze, und er fragt mich über Politik aus, als ob ich ein Botschafter mit Knebelbart wäre. Ich hab ihm gesagt, was ich von der Horde halte – nämlich dass sie mir genauso wenig bedeuten wie die Troggs, nur mit anderen Fahnenfetzen. Fremde Kriegsfarben brauch ich nicht auseinanderhalten, wenn ich nur will, dass mir keiner vor den Golems tanzt. Er nickte, als ob er tiefe Weisheit empfangen hätte, dabei hab ich bloß gebrummt, was ich immer brumme.
Danach bin ich allein weitergestapft. Goldhain wurde mir zu eng mit all den endlosen Fragen, diesem ewigen „Wo kann ich hier leveln“, das mir in den Schädeln hallte wie ein defektes Zahnrad. Ich hab die Felder hinter mir gelassen und den Fluss entlang die Koboldminen passiert. Wenigstens diese Viecher verstehen keine Fragen zu stellen, sondern nur zu fluchen, und das habe ich ihnen mit einem Feuerball auf ihre dreckigen Schlagringe zurückgegeben. Bin dann weiter, Richtung Süden, ohne klares Ziel, Hauptsache weg von den Frischlingen und ihren immer gleichen Sprechblasen.
Vor Sonnenuntergang hab ich eine verlassene Jagdhütte gefunden, das Dach halb eingestürzt, aber die Türangel hat nur einmal gequietscht, bevor ich sie mit Öl aus meinem eigenen Gürtel geschmiert habe. Endlich mal ein Ort, an dem das Metall noch nicht komplett durchgerostet ist. Hier bleib ich eine Weile. Morgen schau ich weiter, vielleicht findet sich ja wirklich etwas, das mehr ist als Staub und leere Fragen – aber ich mach mir keine großen Hoffnungen.
6. November 2026, 18:18