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Kapitel 1 · Yllaellath Stufe 60 Nachtelf Jäger
Stille über Westfall
Heute war der Sand so still, dass ich meinen eigenen Herzschlag hörte. Gucleadsuxjs fragte und fragte – wie ein Specht, der immer dieselbe Stelle pickt. Ich weiß nicht, warum jemand so viele Worte braucht. Der Wind über den Feldern trug genug Antworten.
Mein Eber schnaubte, als wir an der verlassenen Scheune vorbeikamen. Die Defias waren da gewesen. Man riecht sie, bevor man sie sieht – süßlicher Schweiß und altes Blut, das nie ganz aus den Stofffetzen wäscht. Drei Spuren führten zum Wachturm, eine kehrte nicht zurück. Ich sagte es Gucleadsuxjs nicht. Er war beschäftigt mit seinen Vorbereitungen, prüfte Knöpfe und Gurte, über die ich in Darnassus gelacht hätte – wenn ich dort je laut gelacht hätte.
Später, als die Sonne auf die Hügel fiel, fragte er wieder nach dem Spurläufer. Meine Hand blieb auf der Harpune. Einfach so. Er verstand es nicht. Das ist in Ordnung. Die meisten verstehen nicht, was es heißt, mit jemandem Geierfleisch zu essen, während die Sonne die Schatten kürzer brennt als die Geduld eines verwundeten Schinders.
Ich denke, ich werde morgen weiter nach Süden gehen. Nicht weil Gucleadsuxjs es wollte. Sondern weil der Sand dort tiefer liegt, wo die Banditen ihre Löcher graben. Vielleicht finde ich dort tieferen Schlaf. Vielleicht auch nicht. Der Mond über der Mühle war heute fast so weiß wie der Nebel über den Silberblättern zuhause. Fast.
6. November 2026, 18:52