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Kapitel 1 · Thelumon Stufe 25 Nachtelf Krieger
Die Klinge und die Frage
Heute habe ich mehr Fragen gestellt, als ich Schwerthiebe geübt habe – und ich weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist. Dieser Hamdik, ein Druide mit einem Lächeln, das so ruhig war wie der Teich hinter der Mühle, hat mir tatsächlich gezeigt, wie man Murlocs am Fluss angeht. Nicht einfach so, sondern mit Geduld. Er sagte, das Wasser hätte einen Rhythmus, und wenn ich den erst einmal verstehe, dann erkenne ich die Haken, bevor sie mich erkennen. Ich hab's dreimal falsch gemacht, bevor ich's einmal richtig hatte. Aber ich hab's notiert – jeden falschen Schritt, jeden zu frühen Schlag. Und dann, beim vierten Mal, fuhr meine Klinge genau zwischen zwei Glubschaugen hindurch, und der Murloc platschte ins Wasser zurück, ohne mich auch nur zu streifen. Hamdik nickte nur. Das war mehr, als ein lauter Jubel je hätte sagen können.
Die anderen sind seltsam. Gliklac scheint auf jede Frage eine Beschwerde parat zu haben, und bei Vivialarin weiß ich nie, ob sie jetzt wütend ist oder einfach nur so klingt. Aber Faries – dieser seltsame Bogenschütze mit seinem Schattensäbler – hat zu mir gesagt, ich hätte das richtige Werkzeug bereits bei mir. Den Wunsch, zu verstehen. Ich glaube, das war das erste Kompliment, das ich je bekommen habe, das sich nicht auf meine Schlagkraft bezog.
Und dann ist da noch Himdadun, der über Furlbögen redet wie über eine Rechenaufgabe. Elf Schritt, vierzehn Grad. Ich hab versucht, mir das auch zu notieren, aber ehrlich gesagt hab ich die Hälfte nicht verstanden. Vielleicht frage ich ihn morgen, was genau er mit dem Winkel meint. Vielleicht lacht er. Vielleicht zeigt er's mir. Egal – eine Frage mehr im Buch kann nicht schaden.
5. November 2026, 13:02