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Kapitel 3 · Gnolkil Stufe 59 Gnom Magier
Schichten unter den Schichten
Heute ging es endlich in die Minen. Nicht wegen der Banditen oder ihres gestohlenen Goldes – mich lockten die tieferen Gänge, die kein VanCleef je betreten hat. Die anderen waren nervös, redeten von Fallen und Hinterhalten, wie Kinder vor einem dunklen Keller. Ich strich mit dem Stab über die Wände, als wir abstiegen, und spürte das leise Vibrieren alter Magie unter dem Fels. Mein Apparat summte zustimmend.
In einer vergessenen Nische, hinter losem Geröll, das seit Jahrzehnten niemand berührt hatte, fand ich eine Platte aus schwarzem Eisen. Kein Zwerg hätte sie gesehen, verschmiert mit Ruß und alter Angst. Die Runen darauf – nicht klassisch, eher improvisiert, als hätte jemand in Eile geschrieben – sprechen von einem Fluss unter der Mine, einem Wasserlauf, der direkt zu den Fundamenten von Sturmwind führt. Das ist kein Banditenwissen. Das ist älter. Vielleicht sogar älter als die Stadt selbst.
Gupleadhjjdg hielt Wache, während ich die Inschrift kopierte. Fragte nichts, störte nicht. Das schätze ich. Die meisten rennen vorbei an solchen Schätzen und prahlen später mit ihren lächerlichen Beutebeuteln. Ich steckte einen abgebrochenen Splitter der Tafel ein. Der Stab summte leise, fast erfreut, als das Eisen an seinem Schaft klickte. Jenny kam, ging, die anderen schwatzten – ich hörte nur das leise Tropfen tief unter uns, wie damals in den Tunneln unter Dun Morogh. Dort trieft es noch immer, wo keiner mehr hinsieht.
6. November 2026, 22:38