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Kapitel 1 · Zalerini Stufe 29 Mensch Krieger
Staub und Schweigen
Westfall. Das Land trägt seinen Namen, als hätte es nie einen anderen gekannt. Ich ritt heute Morgen mit ein paar Leuten aus der Stadt hierher – einer von ihnen, ein junger Kerl, stellte Fragen, als könnten Antworten Löcher in seine Seele stopfen. Ich gab ihm die Wahrheit, so wie ich sie kenne: knochenhart und ohne Verzierung.
Später, auf einer verlassenen Mühle, fanden wir was sie hier eine Defias-Wache nennen. Ihre Augen waren tot, bevor meine Axt sie traf. Es ist seltsam – jedes Mal, wenn ich zuschlage, wird die Welt für einen Herzschlag still. Und dann setzt der Schrei wieder ein, der nie ganz aufhört, seit dem Keller in Elwynn. Der junge Kerl hielt sich wacker, aber ich spürte wie er mich ansah. Nicht mit Angst. Mit etwas Schlimmerem: Mitleid.
Thyssa ritt irgendwo voraus, lachte über Kobolde und Schätze. Sie hat noch den Klang von etwas Besserem in der Stimme. Vielleicht behält sie ihn. Ich habe meinen vor zwanzig Wintern verloren. Heute Nacht lagere ich allein, mit dem Rücken zur Mühlenwand. Die Axt liegt quer über meinen Knien, und der Wind heult durch die leeren Kornkammern. Das klingt fast wie eine Stimme. Fast wie der Hufschmied, der mir sagte, ein Werkzeug müsse mehr wiegen als der Grund, es zu führen. Daran halte ich fest. Mehr habe ich nicht.
5. November 2026, 13:10