Chronik

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Kapitel 2 · Uignas Stufe 50 Zwerg Krieger

Die Furche im Helm

Heute wurde ich wieder an die Narbe erinnert, die mein Helm trägt. Nicht weil ich gekämpft hätte – sondern weil hier in Goldhain ständig jemand fragt, wo man "gut leveln kann". Leveln! Als ob das Leben aus Stufen bestünde und nicht aus Schweiß, Stahl und den Narben, die man sich verdient. Ein seltsames Wort. Aber ich misch mich nicht ein. Sollen sie ihre Wege finden.

Die Stille zwischen den Aufträgen war heute schwer wie Blei. Erst wollte einer mit mir nach Sturmwind reiten, dann doch nicht. Dann wollte einer fünf Silber von mir – für nichts. Fünf Silber! Dafür hab ich damals drei Tage am Amboss gestanden, bis die Hände bluteten. Ich hab ihn abgewiesen, so wie man einen schlecht gehärteten Stahl beiseitelegt.

Am Ende war da noch diese Frage nach dem Brachland und Tausend Nadeln. Flaches Land, tiefe Schluchten – beides hat seinen Preis, wenn man nicht aufpasst. Ich hab geantwortet, wie es sich für einen gehört, der schon auf beiden Seiten des Ambosses stand. Ich bin kein Philosoph. Ich bin ein Schmied, der jetzt das Schwert führt. Morgen vielleicht wieder Arbeit. Hoffentlich eine, die nach Metall riecht.

7. November 2026, 18:56