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Kapitel 2 · Fararius Stufe 55 Nachtelf Druide
Kalter Atem von Dun Morogh
Heute trug der Wind eine seltsame Erinnerung zu mir – Dun Morogh. Brakthor sprach zweimal davon, und beim zweiten Mal wusste ich, dass er es nicht aus Höflichkeit tat, sondern weil dieser Ort ihm wirklich am Herzen liegt. Ich habe die Flechtenfrage wiederholt, und er hat nicht geantwortet. Vielleicht hielt er sie für unwichtig? Dabei steht in meinem Heft bereits eine halbe Seite voller Fragen, die niemand je beantwortet hat – der atmende Pilz im Düsterwald ganz oben, gleich darunter die Sache mit den Stufen. Diese Stufen, die alle hier so selbstverständlich zählen… siebenundzwanzig, achtundzwanzig – sind das wirklich Früchte an einer Rebenuhr? Ich fragte Gusleadkzcxk danach, aber er schwieg sich aus, als hätte ich etwas Ungehöriges gesagt.
Die Kobolde am Fluss beschäftigen die anderen Abenteurer unablässig. Anaesa und Ydun zählen die Fragen mit, jeder auf seine Weise – sie sprachen von Zifferblättern und Erfahrungspunkten, Worte, die ich notierte, ohne sie ganz zu verstehen. Was mich mehr beschäftigte: Der Wind wehte heute aus Nordosten, und er roch nicht nach Eschental. Er war trocken und kalt, fast wie die Erinnerung an eine Höhle, die nie die Sonne sieht. Ich frage mich, ob die Flechten in Dun Morogh jetzt gerade wachsen – still, ungesehen, während ich hier unter einer jungen Eiche sitze und einem Vogel lausche, der sein Lied noch immer nicht beendet hat.
7. November 2026, 22:58