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Kapitel 2 · Poloris Stufe 32 Untoter Priester
Die Gesichter von Tarrenmühle
Ich hatte das Dampfdruckkartell schon lange als neutralen Boden notiert, doch als ich schließlich in Beutebucht stand, stach mir der Gestank nach Verrat in die Nase, nicht nach Chancen. Ein Goblin bot mir eine Karte der östlichen Bergpässe an – zu einem Preis, der die Hälfte meiner Vorräte gekostet hätte. Ich lachte nicht, ich notierte nur seinen Namen und die Art, wie er die Münzen in seinem Beutel zählte.
Stattdessen zog es mich nach Alterac, in die Ruinen jenes toten Königreichs. Ich watete durch zertrampelten Schnee und roch die Oger noch, bevor ich sie sah, ihre Feuer wärmten die eisige Luft. Ein Trupp von ihnen hockte im alten Palast und teilte sich das Fleisch eines Berglöwen, einen Helmbügel der Perenolde-Wachen noch um den Hals eines Kriegers gehängt. Ich beobachtete lange genug, um zu wissen, dass Grel'borg die Tiara nicht bei sich trug, vielleicht in einer Höhle verbarg, die er bewachen ließ.
Auf dem Rückweg durchquerte ich Tarrens Mühle. Die Verlassenen dort starren mich an, als ob ich ihre Gedanken störe, und ich spürte die Kälte ihrer Apotheker, die meine Art nicht mögen. Ein junger Priester der Verlassenen sprach mich an, wollte mich zur Kirche führen. Ich lehnte ab, verließ den Ort noch vor Einbruch der Dämmerung. Seine Augen waren zu gierig, um nur Wissen zu wollen.
7. November 2026, 23:35