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Kapitel 2 · Nygos Stufe 18 Nachtelf Druide
Das Schachbrett der Dunkelküste
Endlich habe ich die erste Karte fertiggestellt. Sie liegt vor mir, mit Kohle auf gegerbte Schafshaut gezeichnet – nicht schön, aber genau. Sechsunddreißig Bäume, die breit genug sind, um einen Bogenschützen zu tragen, und neun Lichtungen, die einen geordneten Rückzug erlauben. Ich habe die Stellungen der Ghule am Langen Strand eingezeichnet, ihre Laufwege und die Punkte, an denen sie zögern. Sie sind berechenbarer als die jungen Wildschweine in Teldrassil, aber ich musste mich beeilen, bevor Gudleadcjkeq mich wieder zurückpfiff. Warum eigentlich Sturmwind? Vielleicht suchen sie dort Rekruten für etwas Größeres. Der Gedanke ließ mich grinsen wie ein Narr, bis mir auffiel, dass ich den falschen Ast markiert hatte.
Man fragt mich nach guten Orten, nach Stufen, nach Wegen. Diese Neulinge – Gulleadfkbrc, Gulleadxpskm, all die anderen, deren Namen klingen wie das Murmeln der Murlocs in der Brandung – sie kommen zu mir, als trüge ich eine Karte ganz Azeroths im Stab versteckt. Dabei bin ich selbst kaum weiter. Ich lese Spuren, ja, und die Satyrn im Nebelwald waren tatsächlich langsam genug für meinen ersten Zorn, aber ich habe die Stufen zu zählen aufgehört, als der Steinhauteber mir beinahe das Rückgrat gebrochen hätte. Sollen sie doch den Zwerg mit dem Metbeutel fragen, wenn sie ein Orakel brauchen.
Ich muss zurück zu Gudleadcjkeq. Der Anführer ruft, und ich habe gelernt, dass Ungeduld vor einem Kampfrat nichts bringt. Aber wenn ich morgen nach Sturmwind aufbreche, nehme ich die Karte mit. Kein Wald wird unkartiert bleiben, solange meine Krallen die Rinde spüren und der Wind mir sagt, wo der Hinterhalt am tiefsten schlägt.
8. November 2026, 00:40