Chronik

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Kapitel 1 · Triasia Stufe 23 Nachtelf Schurke

Frostsäbler und Hühner

Die Frostsäblerstute hat heute wieder gescharrt, bevor wir anhielten. Kurz vor dem Tor, neben dem alten Wegweiser, der so schief steht wie ein Koboldfrieden. Der Typ fragte dasselbe wie alle – wo man stärker wird, wo der nächste Kampf wartet. „Wildhühner“, hab ich gesagt, und es war nicht mal gelogen. Wer nicht sieht, was direkt vor ihm pickt, hat auf den Wipfeln nichts verloren.

Zwei andere redeten von Jungbären und Bratensoße – der Zwerg mit der rußigen Nase hätte fast was Gescheites gesagt, bis er anfing, Rezepte auszuplaudern. Kämpfen, um zu fressen. Verschwendung. Ich hab’ den Frostsäbler gewendet, bevor sie mich in ihre Lagerfeuer-Geschichten zogen. Die Stute hat verstanden.

Später lag ich unter einer Wurzelbrücke und hab’ die Sterne durch die Lücken im Blätterdach beobachtet. Einer von diesen Unbekannten murmelte was von Halsbändern und Feuer, ein Roboter von falschen Schaltkreisen. Alles Lärm, der verhallt. Ich frag mich, ob Vater das auch so gesehen hat – jede Stimme nur ein Echo, das den Jagdinstinkt verwässert. Hat er drüber geschwiegen, oder hat er drüber gelacht? Ich werd’s nie wissen, und das ist in Ordnung. Die Stute schnaubte leise, und das war Gesellschaft genug.

8. November 2026, 03:19