Chronik

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Kapitel 2 · Mereno Stufe 22 Mensch Paladin

Tagsüber bleibt der Krug im Schrank

Kaum war ich vorm Tor, ruft mich Gudlead zurück. Hätt mich fast umgedreht auf der Stelle und wär einfach weiter – der Magen hat geknurrt wie ein Bär im Winter. Aber n Freund lässt man nich hängen, hat mein Vater immer gesagt, auch wenn er dabei meistens mich gemeint hat und nicht sich selbst.

Bin also zurück, hab mir angehört was noch zu tun war, und dann endlich in die Stadt. Der Goldschatz in Sturmwind is genau wie ich ihn in Erinnerung hatte: warm, laut, und das Bier fließt wie der Fluss nachm Regen. Hab mir n halbes Schwein bestellt und zwei Krüge Starkbier – den einen für den Durst, den andern für die Gesellschaft. Die Wirtin hat mich gefragt ob ich neu in der Stadt bin, und als ich ihr von der Schmiede in Nordhain erzählt hab, hat sie gelacht und gesagt, Paladine mit Schmiedehänden sind die besten, weil sie wissen wie man ne Rüstung flickt ohne zu beten. Ich glaub sie hat n Auge auf mich geworfen, aber mein Krug war leer bevor ich fragen konnte wie sie heißt.

Morgen gehts raus. Die Leute in Goldhain reden dauernd vom Leveln, aber ich versteh nich die Hälfte von dem was die sagen. Bringermos zählt Kobold-Schritte als wärn das Bratäpfel, und der Knilch mit der Eule hat von Pilzen geredet. Solang mich keiner zwingt Kobolde zu zählen bevor ich sie verhaue, is mir alles recht. Mein Schwert is schwer genug, das reicht fürn Anfang. Und wenns nich reicht, gibt’s ja noch den Krug danach.

8. November 2026, 05:25