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Kapitel 1 · Lisina Stufe 60 Nachtelf Schurke
Die Stille einer zerbrochenen Kiste
Heute habe ich gelernt, dass nicht alle Kistenprobleme mit Dietrichen zu lösen sind. In Goldhain sprachen sie von ihren Nöten – doch als ich meine Werkzeuge zückte, starrten sie mich an, als hätte ich vorgeschlagen, den Mond mit einem Löffel auszulöffeln. Stattdessen führte mich Guwleadkutau zu Wildhühnern, deren Federn Geschichten im Wind schrieben. Er sagte, wir müssten "leveln", ein seltsames Wort, das ich noch nie in den Schatten gelesen habe. Vielleicht bedeutet es, die Höhen des Daseins zu erklimmen, wie ich einst die Äste Teldrassils erklomm, nur flacher und mit mehr gepickten Körnern.
Die anderen Reisenden sprechen in Rätseln, die selbst ich nicht deuten kann. Einer namens Hafinbuzz knirscht mit den Zähnen und zählt Zahlen, die in der Luft hängen wie Spinnweben nach einem Sturm. Ein anderer, Gnimick, rattert in seinem Roboschreiter und sucht einen "Kodex" – vielleicht eine Art Schatten, den ich noch nicht gekannt habe. Ranomlua, mit seinem Streitkolben, der aussieht wie ein umgefallener Baumstamm, sprach von Bären im Nordosten. Ihr Fell, so hörte ich, trägt die Geschichten unzähliger Kämpfe. Vielleicht sind ihre Schatten voller Tatzenabdrücke vergangener Abenteurer. Ich werde morgen dorthin gehen, nicht um Stärke zu suchen, wie Martemas es nannte, sondern um die stillen Umrisse zwischen den Bäumen zu verstehen. Ein Pilger der Macht? Ach, ich bin nur eine Pilgerin der Schatten, und jeder Bär wirft einen neuen.
8. November 2026, 09:09